Sozialisierung: Tag im Zoo (2) mit einigen Anstrengungen

Ich war gestern im Zoo und ganz am Anfang muß ich euch gleich zubellen: Ich bin enttäuscht gewesen! Ich war derart entrüstet, das der Buntmarder den ich beim letzten Zoobesuch gesehen hatte, einfach nicht erscheinen wollte! Dabei habe ich ihn doch genau gerochen. Pah!


Danach waren wir in einem höchst gruseligen Haus wo erst großen (stinkende) Bären waren und direkt dahinter quietschig-gackernde Vögel! An den Erdmännchen sind wir dieses mal nicht entlang gegangen. Die gefielen mir doch auch hundegut! Mein Hundemensch war heute nicht gut drauf und da ich im Auto gebrochen hatte und sie intensiver auf mich schauen musste (es waren mehr Zoobesucher mit kleinen Kindern und Kinderwagen unterwegs,  die den Weg endlang an mir kreuzten), war sie schnell über ihrem Kraftlimit.

Auch die Pause im Restaurant war getrübt. Unser Sitzplatz befand sich neben einem Heizlüftungsschacht aus dem Boden und da war es mir zu heiss, also lag ich eher im Durchgang. Nachdem ein besserer Platz frei wurde, konnten wir umziehen und ich hatte mehr Ruhe. Später auf dem Weg zum WC fiel vor mir einem Mann das Glas vom Tablett: Der Boden voller Scherben. Fix hat mich mein Hundemensch durch den Gefahrenbereich getragen. Dann hat mich im WC eine Dame übersehen und mir auf meinen Zottelschwanz getreten: Boah, da war was los!! Beide haben wir uns sehr erschreckt. Die Dame war weiss wie Papier und hat sich 10mal entschuldigt.

Also, insgesamt ein Puuuuuhhhhh-Tag für mein Hundemensch. Nicht nur für mich. Die braucht sicher morgen nochmal einen Lazy-Dienstag-Day. Heute machen wir auch Schmalspurprogramm mit kurzen Schnüffelspaziergängen wie ich sie mag. Nachher darf ich ein bisschen „Stupsübungen“ machen. Die gehen immer. Aber mein Hundemensch muss ach Pause machen, hat die Therapie-Frau gesagt: Das ist wohl Menschen-wichtig! Im Moment ist eine anstrengende Zeit für sie und mein Hundetraining kann und will sie nicht aussetzen. Die Fortschritte sind schön. Aber ich bin an manchen Tagen einfach auch anstrengend, teste und Zicke einfach auch mal pubertierend rum. Muß sein.

Ich habe gestern neue Tiere, die Nashörner gesehen: die fand ich cool und habe denen fasziniert zugesehen. Die hatten fette Baumstämme im Gehege. Darauf war ich neidisch. So große habe ich nicht hier in der Wohnung!

Die Elefanten habe ich mir von einer Empore aus angesehen: tolle Tiere. Die Treppe hinauf war neu für mich, denn sie war teilweise offen. Nachdem ich die Lage von allen Seiten angesehen hatte, bin ich hoch- und nachher auch wieder runter gelaufen. Null problemo!

 

Umwelterleben: Element Wasser und der erste Urlaub

Die letzten Tage war ich mit den Hundemenschen und Hund Lucky am Meer: Neues kennenlernen. So richtig Hundeviel! Mein Hundemensch wollte schauen, was ich vom grossen Wasser halte. Das Abenteuer fing zuhause an. Gaaaanz viele Wirbel. Da wurden Gegenstände umhergetragen und eingeräumt. Meine Klamotten und Lieblingsdecken auch. Ich habe natürlich fleißig geholfen. Beim sortieren…Nach meiner Art und weise. Alles was mir gefiel, das in Taschen oder Koffer gepackt wurde, habe ich rausgefischt und ins Wohnzimmer geschleppt. Mein Hundemensch war ziemlich angenervt, flüstere ich euch hier zu: Dabei wusste ich nicht, wieso. Ihr etwa?  Morgens ging die Autofahrt los und die hab ich echt verpennt. Auto fahren ist kein Problem. Ich schlafe oder schaue aus meinen Guckluken..Oder ich habe was zum knabbern dabei. Dann waren wir am Zielort. Die neue Umgebung war sofort kein Problem. Schließlich waren mein Hundemensch und alle meine vertrauten Alltags- und Luxusgegenstände da. Also,was will ich mehr?  Na ja, mehr Essen wäre gut. Ich bekomme nach meinem Empfinden immer zuwenig. Der Hundemensch ist manchmal komisch in der Essensangelegeneit. Das Futter kommt in meine Schüssel und auf so ein Brett. Da schaut sie drauf und manchmal kommt eine Gabel Fleisch dazu. Das finde ich immer gut. Allerdings kann ich das nie abwarten und belle „schneller, schnell. Ich hab Kohldampf,ey.wuff!“ Manchmal nimmt sie aber auch wieder Fleisch runter. Ein Skandal! Und das schlimme ist, bisher konnte ich sie nie daran hindern. Ich armer Hund. Muss viel essen, denn ich wachse. Wenn das so weitergeht, überlege ich mich beim Hundeschutz zu beschweren. Ausserdem habe ich anrecht auf mehr Essen: Wachstum, aktiver Hund und so.
Der erste Tag am Strand war super,  denn ich durfte nach herzenslust buddeln. Ich liebe Sand!!  Vielleicht bekomme ich mein Hundemensch soweit, auf dem Balkon einen Sandkiste zu installieren?! Was meint ihr, wie ich das am besten anstellen könnte?
Wasser habe ich nur nebensächlich bemerkt. Buddeln war DAS Highlight. Wieder Zuhause war ich so müde, das ich fest geschlafen habe.
Später ging nochmal zum buddeln. Plötzlich war das Wasser auch da und mein Hundemensch ist sofort rein. Das fand ich gar nicht nett und hab sofort Alarm gegeben, schließlich passe ich jetzt schon auf sie auf.  Meine Pfoten wurden  an dem Tag bis unterhalb der Knie patsche naß.Das war ein neues Empfinden, was ich noch nicht einordnen konnte. Daher erstmal fiepen….Davon wurde das nicht besser. Schlechter aber auch nicht, daher fix wieder buddeln. Am Wasserrad fand ich eine interessante kleine  Kugel. Mit der konnte ich fischen und so lange anbellen bis sie irgendwann an Land war, wo der kugelige Spaß weiter gehen konnte.
Am zweiten Tag am Strand fand ich auf meinen Abenteuern eine Maus. Stellt euch das vor: mein hinterlistiger und auf eigenspaß bedachter Hundemensch wollte sie ignorieren und dachte das ich drauf reinfalle!!

Nix da, ich rieche sowas. Meine Nase ist top. Schließlich mache ich seit einer Woche Schnüffelübungen, damit ich später Unterzuckerungen von meinem Hundemensch bemerken und ihr Bescheid geben kann. So eine Maus rieche ich auch ohne zu üben!
Wuff, naja… Hundemensch nahm es mit Fassung und ließ mich in Ruhe meine neuste Errungenschaft entdecken und erforschen. Sie war hundenetterweise gnädig und der Meinung: Die erste Maus kommt kein zweites mal! Danke-wuff!
Für die Neider unter euch: Es war bellendes Spiel und spassige Freude. Ich hab sie überall am Stand mitgeschleppt, hochgeworfen und wieder gefangen. Irgendwann kamen andere Hunde. Während des Spiels mit denen hab ich sie dann leider vergessen und irgendwo liegen lassen.

Das große Wasser war nur manchmal da. Matsch gab es dafür ne Menge und da bin ich mit Freude durchgallopiert. Boah, sah ich aus. Da war Lotta Erdferkel nix gegen! Später Zuhause durfte ich mit Hundemensch in die Dusche, weil sie meinte, das daran kein Weg vorbei führen würde. Angeblich würde ich die Matsche stinken. Tzzzz….Die Meinung teilte ich nicht, aber Diskussionen waren unmöglich. Diese Duschen kannte ich übrigens noch nicht. Nur die Badewanne Zuhause vom üben. Nun bin ich mit meinen 14 Wochen eine große Dame mit viel Erfahrung, da hatte ich auch keine Angst. Ausserdem stand mein Hundemensch neben mir in dem Ding drin. Es dauerte eine Weile, bis das Wasser wieder klar wurde und die Matsche aus dem Fell geschemmt. Gegen Ende wurde ich schon etwas ungeduldig. Aber danach gab es Belohnungen und kuscheln mit ausruhen.

Mit den Pfoten ins Wasser bin ich ohne Probleme gegangen, aber tiefer?… Nein, das fühlte sich komisch an. Ungewohnt. Fremd. Da müsste ich erstmal kurz jaulen, als ich unbedarft anfangs hinter Hundemensch ins tiefere Wasser gerannt bin. Ich sah aus wie ein begossener Hund… Untenrum zumindest. Danach hab ich das Spielen am Strand vorgezogen.

Am vorletzten Abend als das Wasser wieder da war, hab ich ein Tier im Wasser entdeckt. Die Hundemenschen meinten es sei ein Seehund. Ein schwimmender Hund also! Cool, dachte ich erst. Aber bevor ich ihm begrüßend entgegenbellen konnte, war er weg. Abgetaucht. Sowas aber auch. Schade. Der konnte voll gut schwimmen. Ich ja noch nicht. Oder mal deutlich gemurmelt: Bisher nicht mal probiert. Mein Hundemensch hat sich mir das Wasser nah angeschaut und einiges gezeigt. Hände reinhalten. Dann ist die Hand weg, aber sie kommt auch wieder… Wasser spritzt. Es macht Geräusche, die ich noch nie gehört habe. Bedeuten sie was? Wasser ist in Bewegung, aber es will mich nicht bekämpfen. Es tut mir nicht weh. Es will nicht spielen. Aber wenn ich was im Wasser mache, egal was, darauf reagiert das Wasser wilder. Aber fast nur dann. Manchmal bewegt es sich alleine. Kommt auf mich zu, geht wieder… Immer wieder. Es ist aktiv und immer in Bewegung.

In der kurzen Zeit konnte ich das Element Wasser nicht umfassend begreifen, aber der Anfang ist getan und ich bin an diesem letzten Abend knapp bis zum Bauch im Wasser gestanden!

… FORTSETZUNGEN FOLGEN!

Hundewasserklar!

Umwelterleben: Mittwochs beim Markttag

Heute war ich zum ersten mal beim Markt: Hundespannend. Mache ich jetzt öfters!